Schlüssel des Lebens

Das Leben gleicht einem Strand,
an den der Ozean des Schicksals
unermüdlich neue Dinge
an deine Seele spült.

Es können neue Menschen sein,
denen du begegnest,
Worte und Weisheiten,
Erlebnisse,
Gedanken.

Wie Muscheln liegen sie
an deinem Strand.
Warten darauf
von dir gefunden zu werden.

Manche bleiben dort lange liegen,
andere werden von der nächsten Flut
zurückgezogen ins Meer,
waren nur kurze Besucher.

Nur wer sie aufsammelt
und ihre Schönheit,
ihre Wahrheit und Struktur
im hellen Licht betrachtet,

dem erzählen sie
ihrer Geschichte
von der Reise
durch das tiefe Meer.

Du musst sie nicht besitzen,
das gleicht einem
hoffnungslosen Kampf
gegen die Urgewalt des Meeres -

trage ihre Geschichten nur
tief in deinem Herzen.

Sie können der Schlüssel sein
für die Geheimnisse des Lebens,
für die Schatzkisten
an deinem Strand,
oder sind es selbst.

Habe also keine Angst
vor einer rauen,
stürmischen,
und bewegten See.

Sie wird dir mehr Muscheln
an den Strand spülen,
als ein ewig flaches Meer
bei Sonnenschein.

Genieße die sonnigen Stunden
bei Ebbe
und sei tapfer bei Sturm
und hohen Wellen.

Das Bild des Sandes
an deinem Strand
ist vergänglich
und jeden Tag neu.

Gezeichnet von den Menschen
und bereinigt von der Flut.

Besuche auch andere Strände,
an denen der Wind das Meer
aus einer anderen Richtung
an das Ufer treibt.

Vertraue auf dein Gefühl
welche Muschel dir gefällt.

Aber nimm dir auf jeden Fall die Zeit,
die Muscheln zu betrachten.

Halte sie in die Sonne
und schenk ihrem Rauschen dein Ohr.
21.1.07 23:29


Achte...

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Dein Wort.

Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

15.1.07 19:22


Was will ich?

Warum tust du nicht, was du wirklich willst ?, fragt das Gefühl.
Es ist unmöglich, sagt die Vernunft.
Das erreichst du niemals, sagt der Zweifel.
Du wirst schon sehen, was du davon hast, sagt die Angst.
Du gehörst mir, sagt die Vergangenheit.
Es ist zu gewagt, sagt die Demut.
Es ist zu mühsam, sagt die Bequemlichkeit.
Du musste erfolgreich sein, sagt der Stolz.
Du hast nicht ewig Zeit, sagt die Zukunft.
Glück ist möglich, sagt die Hoffnung.

Wie kann es da einfach sein, zu wissen :
Was ich wirklich will ?

12.1.07 17:54


Happy Birthday, sungila!

Es stimmt! DU bist der Mittelpunkt aller Dinge.
Ja, des gesamten Universums.
So wie es jeder für sich ist. So wie es jeder nur für sich sein kann.
Überlege - Wenn Du heute nicht mehr bist, ist Dein Universum erloschen.
Solange Du lebst, bist Du für Dich absoluter Dreh- und Angelpunkt.
Überlege noch einmal.
Alles, aber auch wirklich alles bewegt sich in unterschiedlichen
Entfernungen und Beziehungen zu Dir. Geistig. Materiell.
Klingt kompliziert. Ist einfach. Und stimmt.
Das hat nichts mit Egoismus zu tun. Das ist die Realität unserer Existenz.
Das bedeutet für Dich: Dein Leben wird ausschließlich davon geformt, wie nahe Du etwas zu Dir kommen lässt. Wie eng Dinge sich Dir nähern. Bewußt. Unbewußt.
10.1.07 07:09


Spiel des Wahnsinns

Es wird erzählt, dass alle Gefühle und Qualitäten der Menschen ein Treffen hatten. Als die Langeweile zum dritten Mal gähnte, schlug der Wahnsinn, wie immer sehr gewitzt vor: „Lasst uns verstecken spielen!“
Die Intrige hob die Augenbraue und die Neugierde konnte sich nicht mehr zurückhalten und fragte: „Verstecken? Was ist das?“
„Das ist ein Spiel“ sagte der Wahnsinn, „ Ich verstecke mich und fange an zu zählen, von eins bis eine Million. Inzwischen versteckt ihr euch. Wenn ich das zählen beendet habe, wird der erste von euch den ich finde meinen Platz einnehmen und das Spiel fortsetzen.“
Die Begeisterung und die Euphorie tanzten vor Freude.
Die Freude machte so viele Sprünge, dass sie den letzten schritt tat um den Zweifel zu überzeugen und sogar die Gleichgültigkeit, die sonst keine Interessen hatte, machte mit und wollte teilnehmen:
Die Wahrheit bevorzugte es sich nicht zu verstecken, wozu? Zum Schluss würde man sie immer entdecken und der Stolz meinte, dass es ein dummes Spiel wäre (Im Grunde ärgerte er sich, dass die Idee nicht von ihm kam) und die Feigheit zog es vor, nichts zu riskieren.
„Eins...Zwei...Drei“ und der Wahnsinn begann zu zählen. Als erstes versteckte sich die Trägheit, die sich wie immer hinter dem ersten Stein fallen lies. Der Glaube stieg in den Himmel auf und die Eifersucht versteckte sich im Schatten des Triumphes, der es aus eigener Kraft geschafft hatte, bis zur höchsten Baumkrone zu gelangen. Die Großzügigkeit schaffte es kaum sich zu verstecken, da sie bei allen Verstecken, die sie ausfindig machte, glaubte, ein wunderbares Versteck für einen ihrer Freunde gefunden zu haben. Ein kristallklarer See... ideal für die Schönheit. Der Spalt eines Baumes..., ideal für die Angst. Der Flug eines Schmetterlings..., das Beste für die Wollust. Ein Windstoß..., großartig für die Freiheit. Und sie versteckte sich auf einem Sonnenstrahl. Der Egoismus dagegen fand von Anfang an einen sehr guten Ort, luftig, gemütlich,… aber nur für ihn alleine. Die Lüge versteckte sich im Meeresgrund (stimmt nicht, in Wirklichkeit versteckte sie sich hinter dem Regenbogen). Die Leidenschaft und das Verlangen versteckten sich im Zentrum eines Vulkans. Die Vergesslichkeit.. ich hab’s vergessen wo sie sich versteckte, aber das ist nicht so wichtig.
Als der Wahnsinn 999.999 zählte, hatte die Liebe noch keinen Platz gefunden. Alle Plätze schienen besetzt zu sein...bis sie den Rosenstrauch erblickte und gerührt entschloss, sich in seinen Blüten zu verstecken.
„Eine Million“, zählte der Wahnsinn und begann zu suchen. Die erste, die entdeckt wurde war die Trägheit, nur drei schritte vom ersten Stein entfernt. Danach hörte man den Glauben, der mit Gott im Himmel über Theologie diskutierte. Die Leidenschaft und das Verlangen hörte man im Vulkan vibrieren. In einem, unachtsamen Moment fand er die Eifersucht und so natürlich auch den Triumph. Den Egoismus brauchte er gar nicht zu suchen, ganz alleine kam er aus seinem Versteck, das sich als Bienennest herausstellte.
Vom vielen Laufen empfand der Durst und als er sich dem See näherte, entdeckte er die Schönheit. Mit dem Zweifel war es noch einfacher, er fand ihn auf einem Zaun sitzen, da dieser sich nicht entscheiden konnte, auf welcher Seite er sich verstecken sollte.
So fand er einen nach dem anderen. Da Talent hinter dem frischen Gras, die Angst in einer dunklen Höhle, die Lüge hinter dem Regenbogen (stimmt nicht, in Wirklichkeit war sie im Meeresgrund) und sogar die Vergesslichkeit.. die schon wieder vergessen hatte, dass sie verstecken spielten.
Nur die Liebe tauchte nirgends auf. Der Wahnsinn suchte hinter jedem Baum, in jedem Bach dieses Planeten, auf jedem Berg und als er schon aufgeben wollte, erblickte er die Rosen. Mit einem Stock fing er an die Zweige zu bewegen, als auf einmal schmerzhafter Schrei aufkam. Die Dornen hatten der Liebe die Augen ausgestochen. Der Wahnsinn war hilflos und wusste nicht, wie er seine Tat wieder gut machen sollte. Er weinte, entschuldigte sich bei ihr und versprach der Liebe, für immer ihr Begleiter zu sein.

Seit dieser Zeit, seitdem das erste Mal auf Erden verstecken gespielt wurde, ist die Liebe blind und der Wahnsinn immer ihr Begleiter.

9.1.07 13:55


Als ich...

Als ich dich sah...
...hatte ich Angst dich kennenzulernen!

Als ich dich kannte...
...hatte ich Angst dich zu küssen!

Als ich dich küsste...
...hatte ich Angst mich zu verlieben!

Und jetzt, da ich dich liebe...
...habe ich Angst dich zu verlieren!

8.1.07 17:36


Wenn ich gewusst hätte..

 

Wenn ich gewusst hätte, wie schwer es ist, deine Hand loszulassen...
...dann hätte ich sie niemals berührt.

Wenn ich gewusst hätte, wie schwer es ist, dir nicht mehr in die Augen zu schauen...
...dann hätte ich dir meine niemals geöffnet

Wenn ich gewusst hätte, wie schwer es ist, dich zu verlieren...
...dann hätte ich niemals angefangen dich zu lieben...!

 

4.1.07 22:56


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